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Es geht
wieder los - neue Saison, neues Glück. Mit etwas Vorbereitung geht es
noch viel besser.
Theoretisch ist alles ganz einfach: Der ordentliche Motorradfahrer hat
schon beim Einmotten im Herbst alles getan, damit es im Frühjahr ohne
Probleme wieder losgehen kann. Nun muss nur noch die Batterie
eingebaut werden, und schon springt das gute Stück auf den ersten
Knopfdruck an. Soweit zur Theorie. In der Praxis sieht’s häufig
anders aus: Die Batterie ist so leer, wie die Reifen blank sind. Wenn
überhaupt, tut sich auf Knopfdruck ausser Orgeln gar nichts, und an
allen Ecken und Kanten sitzt der Gilb. Der etwas nachlässige
Motorradfahrer schafft es unter lautem Fluchen, nach diversen
Schiebestart-Versuchen und mit viel Aufwand dann doch jedes Frühjahr
wieder, sein mittelschwer angegammeltes Fahrzeug in Gang zu kriegen.
Damit aber die erste Ausfahrt halbwegs problemlos verläuft, sollte
wenigstens jetzt etwas mehr als das absolut Notwendige gemacht werden.
Batterie:
Batterieflüssigkeit
erst nach dem Laden auffüllen. Pluspol zuerst, Minuspol danach anschliessen
und unbedingt auf die richtige Verlegung des Entlüftungsschlauchs
achten.
Treibstoff:
Wer im
Herbst nicht den Sprit aus den Schwimmerkammern abgelassen hat, bekommt
Startschwierigkeiten. Haupt- und/oder Leerlaufdüse können von Rückständen
zugesetzt sein. Ausblasen hilft.
Oel:
Ist noch
altes Öl drin, wird jetzt der Wechsel (mit Filter) fällig - aber erst
nach vorsichtigem Warmfahren. Nach dem Wechseln muss der Ölstand nach einer Probefahrt
nochmals geprüft werden.
Bremsen:
Der
Bremsen-Check ist der wichtigste Prüfpunkt. Sind Belagstärke,
Leitungen und Züge in Ordnung? Nicht vergessen: Bremsflüssigkeit
altert und sollte jährlich gewechselt werden.
Rost:
Der
Rost macht sich im Winter gern über Stecker und Anschlüsse her.
Wenn’s nicht leuchtet oder hupt, wird die Korrosion mit Kontaktspray
vertrieben.
Reifen:
Der
korrekte Reifenluftdruck ist entscheidend fürs Fahrverhalten und die
Lebensdauer der Gummis. Im Zweifelsfall lieber zu viel als zu wenig
Druck geben und später an der Tankstelle überprüfen.
Kette:
Die Kette
nicht erst fünf Minuten vor der ersten Tour schmieren. Das Lösungsmittel
braucht Zeit zum Verdunsten, mindestens eine halbe Stunde. Die Kette
nicht zu stark spannen, zu lose ist besser als zu fest.
Quelle: Motor-Presse Verlag GmbH & Co KG, Stuttgart
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